Sophie Wiederroth bespricht »Kumari« für das Literaturportal der Bayerischen Staatsbibliothek.
– AUSZUG –
Wunderbar ist eine Szene, in der Dipendra Stunden um Stunden Essen in sich hineinschlingt und doch nicht satt werden kann. Sein Hunger ist kein physischer, er hungert nach Sinn, nach Bedeutung, ist wütend in seiner Jugend, will umstürzen, provozieren. Dicht und kenntnisreich geschrieben steuert der Roman schließlich auf ein furioses Finale zu. In Kumari ist wirklich fast kaum ein Wort überflüssig, jede Szene scheint bedeutungsvoll.
